#Zehnfragen an Amrai Coen

Enarro

“Plan B: Eine Tischlerausbildung”

Amrai Coen, 26, arbeitet als Reporterin bei der Zeit. Sie ist Mitglied des Journalistenkollektivs enarro. Mit ihrer Kollegin Caterina Lobenstein reiste sie um die Welt, um die Zukunft der Medien zu erkunden. (Foto: Christian Schoppe)

1. In welchem Alter warst Du erstmals davon überzeugt, als Journalistin Dein Geld verdienen zu können und was gab Dir die Sicherheit?

Mit 22, als ich meine ersten Aufträge als Freie für GEO Special bekam.

2. Gibt es in Deutschland eher zu viele oder zu wenige Journalisten?

Zu viele, die sich nicht genug Mühe geben. Zu wenige, die ich auch ohne den Autorennamen zu lesen an ihrer Schreibe erkennen würde.

3. Was ist, in einem Wort, die Aufgabe eines Journalisten?

Erzählen.

4. Was ist, in wenigen Worten, das Problem am Zeitungssterben?

Keins – wenn wir bereit sind, unsere Inhalte anders zu verpacken.

5. Was ist, in einem Satz, das Problem an Zeitungen?

Dass sie mich oft langweilen.

6. Isst Du oft in einer Kantine und wenn ja, welches Gefühl hast Du dabei?

Nein.

7. Hattest Du schon mal Angst bei der Ausübung Deines Beruf und wenn ja, warum?

Mehr Sorge als Angst. Vor hässlichen Sätzen. Vor schlechten Geschichten. Vor enttäuschten Protagonisten.

8. Ist es ein Problem, dass vor allem Kinder der Mittelschicht den Beruf des Journalisten ergreifen?

Ja.

9. Was sagst Du in der Regel, wenn Du Deinem Chefredakteur/ Deiner Chefredakteurin auf dem Flur begegnest?

Hallo.

10. Wenn Du von einem Tag auf den anderen kein Journalist/ keine Journalistin mehr sein könntest, aus welchen Gründen auch immer, was würdest Du tun?

Eine Tischlerausbildung machen.

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